Datenschutz, digitale Compliance & Datensicherheit

Wie wird die Nutzung von KI nach der KVKK bewertet?

KVKK-Compliance beim KI-Einsatz hängt unmittelbar davon ab, wie KI-Systeme personenbezogene Daten erheben, verarbeiten und analysieren und für Entscheidungen nutzen. Viele Unternehmen setzen KI…

⏱️ Lesezeit: 10 Min. · 📁 Kategorie: KVKK & KI-Compliance

Wie wird die Nutzung von KI nach der KVKK bewertet? (Leitfaden 2026)

KVKK-Compliance beim KI-Einsatz hängt unmittelbar davon ab, wie KI-Systeme personenbezogene Daten erheben, verarbeiten und analysieren
und für Entscheidungen nutzen. Viele Unternehmen setzen KI heute für Kundenanalysen, Empfehlungssysteme,
Automatisierung und Entscheidungsunterstützung ein. Dieser Einsatz bringt jedoch erhebliche rechtliche
Pflichten nach der KVKK mit sich.

Die Grundregel ist klar: die Nutzung von KI ist nicht von der KVKK ausgenommen.
KI ist nur ein Werkzeug; alle damit verarbeiteten Daten unterliegen jedoch den Bestimmungen der KVKK.

Kurzantwort: Die Nutzung von KI ist mit der KVKK vereinbar; dafür müssen jedoch der Verarbeitungszweck festgelegt,
eine Rechtsgrundlage geschaffen sowie Datenminimierung und Transparenz gewährleistet werden. Verarbeitet KI personenbezogene Daten im Sinne der KVKK?

Ja. KI-Systeme arbeiten häufig mit personenbezogenen Daten wie Nutzerverhalten, Transaktionsverläufen, Präferenzen,
Texten und Bildern.
KI-Anwendungen sind daher unmittelbar Tätigkeiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten.

Insbesondere ist das Risiko in folgenden Bereichen höher:

• Kundensegmentierung
• Profilbildung
• Automatische Entscheidungssysteme
• Chatbot und Kundenservice
• Bild- und Audioverarbeitungssysteme

Zentrale KVKK-Risiken beim KI-Einsatz 1. Zweckfremde Datennutzung

KI-Systeme neigen dazu, Daten über den ursprünglich festgelegten Zweck hinaus zu nutzen.
Dies widerspricht dem KVKK-Grundsatz der Zweckbindung.

2. Übermäßige Datenerhebung

Die Verwendung von überschüssigen Daten verstößt gegen das Prinzip der Datenminimierung.

3. Mangelnde Transparenz

Benutzer wissen oft nicht, wie ihre Daten verarbeitet werden.
Dies kann zu einem Verstoß gegen die Verpflichtung zur Bereitstellung von Datenschutzinformationen führen.

4. Risiken einer automatisierten Entscheidungsfindung

KI-Systeme können automatisierte Entscheidungen über Nutzer treffen.
Wenn diese Entscheidungen rechtliche Auswirkungen haben, sollten sie im Rahmen der KVKK gesondert bewertet werden.

5. Fragen der Datensicherheit

Wenn die Sicherheit der in KI-Systemen verwendeten Datensätze nicht gewährleistet ist,
besteht das Risiko von Datenlecks.

B10-Einschätzung: KI-Risiken beginnen nicht beim Algorithmus, sondern beim
Datenmanagement. Wie lässt sich KI KVKK-konform einsetzen?

Um KI-Systeme KVKK-konform zu gestalten, müssen folgende Schritte umgesetzt werden:

Der Zweck der Datenverarbeitung muss klar bestimmt werden

Legen Sie klar fest, zu welchem Zweck KI eingesetzt wird.

Die Rechtsgrundlage muss festgelegt werden

Bestimmen Sie eine Rechtsgrundlage, etwa ausdrückliche Einwilligung, Vertrag oder berechtigtes Interesse.

Datenminimierung muss implementiert werden

Das System sollte nur mit notwendigen Daten arbeiten.

Die erforderlichen Datenschutzinformationen bereitstellen

Dem Nutzer sollte klargestellt werden, dass die Daten in künstlichen Intelligenzsystemen verarbeitet werden.

Anonymisierung bevorzugen

Soweit möglich, sollten anonymisierte Daten anstelle von personenbezogenen Daten verwendet werden.

Es ist eine Risikoanalyse durchzuführen.

Die rechtlichen und technischen Risiken, die die Nutzung künstlicher Intelligenz mit sich bringen kann, sollten im Voraus bewertet werden.

In der Praxis: KI-Systeme, die mit anonymen Daten arbeiten,
verringern KVKK-Risiken erheblich. KI und ausdrückliche Einwilligung

Bei der Nutzung künstlicher Intelligenz besteht nicht immer die Notwendigkeit einer ausdrücklichen Einwilligung.
Insbesondere bei
Profilbildung, Verhaltensanalysen und Marketingzwecken kann jedoch eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich sein.

Daher sollte jedes Nutzungsszenario getrennt betrachtet werden.

Die häufigsten Fehler bei der Verwendung künstlicher Intelligenz Alle Daten in das System hochladen

Eine unnötige Nutzung der Daten ist eine Verletzung der KVKK.

Die Informationspflicht nicht erfüllen

Der Nutzer wird nicht über den Einsatz künstlicher Intelligenz informiert.

Die Datenquelle nicht prüfen

Die Rechtmäßigkeit der Trainingsdaten wird nicht geprüft.

Automatisierte Entscheidungen nicht überwachen

KI-Ausgaben werden nicht geprüft.

B10 Ansatz: Künstliche Intelligenz = Datenverantwortung

Bei B10 Digital Agency betrachten wir KI-Projekte nicht nur als Technologie, sondern auch unter dem Aspekt der
Datenverantwortung.
Wir strukturieren den Prozess anhand von KVKK-Compliance, Datenmanagement,
Risikoanalyse und Transparenz
.

Denn wenn die richtige Struktur nicht etabliert ist, wird KI zu einem ernsthaften Rechtsrisiko, nicht zu einem Vorteil.

Fazit

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz kann gemäß KVKK durchgeführt werden.
Dazu müssen die Datenverarbeitungsprozesse richtig aufgebaut sein.

Andernfalls können KI-Systeme unbemerkt zu KVKK-Verstößen führen.

Machen wir Ihre KI-Prozesse KVKK-konform

Quellen und weiterführende Dokumente

Diese Dokumente dienen als Referenzen für die im Artikel behandelten Methoden und Regeln.

B10 Digital Agency

Wie wird die Nutzung von KI nach der KVKK bewertet?